DreamHost bestätigt gestohlene FTP- und SFTP-Zugangsdaten
DreamHost teilte mit, dass ein unbefugter Dritter zwischen August 2026 und dem 23. Oktober 2026 auf den Server seines webbasierten File Managers zugegriffen hat. Nach Angaben des US-amerikanischen Hosting- und Domainanbieters wurden dabei FTP- und SFTP-Benutzernamen sowie Passwörter von Personen abgegriffen, die sich in diesem Zeitraum beim File Manager anmeldeten.
DreamHost schrieb in einer Benachrichtigung, der Angreifer habe eine Schwachstelle in der Software ausgenutzt. Betroffen war demnach der Server hinter files.dreamhost.com. Das Unternehmen erklärte außerdem, der Zugriff habe wahrscheinlich auch Webmail-Systeme umfasst. Dabei könnten Sitzungsinformationen einschließlich Zugangsdaten einer begrenzten Zahl von Nutzern offengelegt worden sein.
DreamHost sagte, der Angriff scheine gezielt erfolgt zu sein. Das Unternehmen habe den Zugang des Angreifers blockiert und die ausgenutzte Schwachstelle behoben. Außerdem beendete DreamHost nach eigenen Angaben aktive Sitzungen potenziell betroffener Nutzer und erklärte die Passwörter für ungültig.
Für den Zugriff auf Anmeldedaten des Control Panels sowie auf Kunden- und Zahlungsdaten habe DreamHost bislang keine Belege gefunden, schrieb das Unternehmen. Die Zahlungsdaten werden nach seinen Angaben von einem externen Anbieter verarbeitet. Eine genaue Zahl der betroffenen Konten ist bisher nicht bekannt. BleepingComputer berichtete, DreamHost habe auf mehrere Nachfragen dazu nicht geantwortet.
Empfänger der DreamHost-Benachrichtigung sollen ihre Website-Dateien auf unerlaubte Änderungen prüfen und Weiterleitungen sowie Filter in Webmail kontrollieren. Wer dieselben Zugangsdaten bei anderen Konten verwendet, sollte dort die Passwörter ändern. DreamHost bietet betroffenen Personen nach eigenen Angaben für ein Jahr Kreditüberwachung und Schutz vor Identitätsdiebstahl über Equifax an. Das Unternehmen rät außerdem zu einer Betrugswarnung oder einer Sperre der Kreditauskunft.
