Mehr als 1.000 GitLab-Server wegen aktiv ausgenutzter RCE-Lücke verwundbar

Mehr als 1.000 aus dem Internet erreichbare GitLab-Server sind weiterhin gegen CVE-2026-97229 verwundbar, während Angreifer die Schwachstelle für Remote-Code-Ausführung ausnutzen. Das berichtete BleepingComputer unter Berufung auf Shadowserver und die US-Behörde CISA. CISA bestätigte demnach, dass die Lücke aktiv ausgenutzt wird.

Die Schwachstelle betrifft den CI/CD Regular Expression Compiler von GitLab. Er verarbeitet reguläre Ausdrücke in Pipeline-Konfigurationsdateien. Laut GitLab kann ein nicht authentifizierter Angreifer unter bestimmten Bedingungen mit einem speziell präparierten regulären Ausdruck beliebigen Code auf dem GitLab-Server ausführen, weil die Eingabe nicht ausreichend validiert wird.

GitLab veröffentlichte laut BleepingComputer am 12. Oktober Sicherheitsupdates für Community Edition und Enterprise Edition. Als behobene Versionen nennt das Unternehmen 19.4.2, 19.3.5 und 19.2.8. GitLab empfiehlt allen Betreibern selbst verwalteter Installationen, unverzüglich auf eine dieser Versionen zu aktualisieren.

CISA nahm CVE-2026-97229 in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen auf und wies US-Bundesbehörden an, ihre Server bis Sonntag abzusichern. Für GitLab.com läuft laut GitLab bereits die korrigierte Version. Kunden von GitLab Dedicated müssten nach Angaben des Unternehmens nicht tätig werden.

Shadowserver meldete am Sonntag mehr als 1.000 verwundbare GitLab-Instanzen, die es in laufenden Angriffen beobachtet. Die Organisation zählte außerdem mehr als 11.300 Instanzen mit einer weiteren Schwachstelle im Regular Expression Compiler, CVE-2026-110264. Diese Zahl betrifft jedoch eine andere Lücke und ist nicht mit der Zahl der von CVE-2026-97229 betroffenen Systeme gleichzusetzen.

Quellen

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